Für die meisten Frauen ist ihre Brust Sinnbild der eigenen Weiblichkeit und hat somit eine große Bedeutung für das seelisches Wohlbefinden.
Die Brustvergrößerung, Mammaaugmentation genannt, wird häufig aus medizinisch-therapeutischen Gründen durchgeführt. So ist beispielsweise eine, durch Schwangerschaft, Krankheit oder von Geburt an, entstellte Brust im Sinne des Sozialgesetzbuches eine Erkrankung. Eine Vergrößerung derselbigen wird in solchen Fällen, ebenso wie nach einer Brustamputation nach Mammakarzinom (Brustkrebs), als medizinisch notwendig erachtet und von der Krankenkasse bezahlt.
Doch von den jährlich ca. 25.000-30.000 Brustvergrößerungen sind die meisten als schönheitschirurgisch anzusehen, die Tendenz steigt. Vor allem immer jüngere Frauen und auch schon Mädchen lassen sich Implantate einsetzen. In manchen Fällen ist der Wunsch nach einer größeren Brust so immens, dass die Betroffenen seelische Qualen leiden und in eine Depression verfallen, wodurch eine Mammaaugmentation auch hier als medizinisch indiziert gilt.
Eine Brustvergrößerung erfolgt in der Regel unter Vollnarkose. Der Chirurg hebt dabei nach einem Schnitt das Brustgewebe an, um ein Implantat hinein zuschieben und es bei sehr schlanken Frauen ohne viel Fettgewebe unterhalb, ansonsten oberhalb des Brustmuskels zu platzieren. Um später möglichst wenig von dem Schnitt zu sehen, wird er im Warzenhof in der Achselhöhle oder unter der sich neu gebildeten Unterbrustfalte gesetzt.
Das Material aus dem die Implantate bestehen ist entweder Silikongel oder mit Kochsalzlösung gefüllten Hüllen aus weichem Silikon, welche entweder glatt oder texturiert sind. Die raue Oberfläche der Implantate hilft diesen, sich besser einzufügen und mit dem Gewebe zu verwachsen, wodurch ein Verrutschen unwahrscheinlich ist.
Implantate mit Kochsalz werden erst nach dem Einsetzen in die Brust gefüllt, weshalb hier ein kleinerer Schnitt und eine bessere Anpassung möglich ist. Allerdings kann es bei Bewegung zu gluckernden Geräuschen und auch zu sichtbaren Wellenbewegungen kommen, welche sich im Laufe der Jahre häufig verstärken.
Das lange in Verruf geratene Silikongel ist in eine sehr stabile Hülle gebettet und soll auch bei Beschädigung dieser die Form behalten und nicht auslaufen. Mit Silikon gefüllten Implantate behalten ihre Form sehr gut und gelten beim Anfassen als am natürlichsten wirkend.