Lifting ist der mittlerweile gängige Begriff für die Gesichtsstraffung, eigentlich Rythidectomie genannt. Die Schönheitsoperation ist vor allem bei Frauen ab 40 beliebt und dient in der Regel dem Erhalt äußerlicher Jugendlichkeit.

Diese Operation wird bereits seit knapp 50 Jahren durchgeführt.

Dabei wird das untere Gewebe gestrafft, wodurch auch die Oberhaut eine größere Spannung erhält und jünger aussieht. Bei dem ästhetischen Eingriff hat man in der Regel nach dem Straffen ein Übermaß an Muskeln, Fett und Haut, welches direkt mit entfernt wird.

Grundsätzlich wird zwischen einem oberen Lifting (Stirn und Schläfen) und dem unteren Lifting (Wange und Hals) unterschieden.

Für die, auch als Facelift bekannte, Operation, stehen drei Möglichkeiten zur Auswahl.

Sie kann minimal-invasiv, also mit der kleinst möglichen Verletzung, mit einem Faden aus Gold oder Kunststoff durchgeführt werden. Der Aufwand des Chirurgen ist hierbei gering und man hat mit keiner Narbenbildung zu rechnen. Allerdings lassen sich so nur leichte Veränderungen erzielen. Eine Lokalanästhesie reicht bei dieser Methode aus.

Mit nur wenigen endoskopischen Einschnitten, wird die zweite Möglichkeit durchgeführt, welche sehr beliebt ist. Hierfür sind 4-5 kleine Einschnitte nötig. Häufig reicht bei diesem Eingriff eine Lokalanästhesie aus, nur selten muss der Patient in Vollnarkose gelegt werden.

Bei dem offenen Lifting erfolgt hingegen ein langer Schnitt. Dieser liegt meist hinter den Ohren oder aber auf dem Kopf hinter dem Haaransatz, um ihn gut zu verbergen. Hier ist eine Vollnarkose notwendig.

Welche der Möglichkeiten am sinnvollsten ist, entscheidet der plastische Chirurg; es hängt vom Umfang des Liftings und häufig auch vom Alter des Patienten ab. Je älter der Patient, desto größer ist der Eingriff.

Ein Lifting kann auch mehrmals durchgeführt werden, allerdings ist das Risiko von Komplikationen bei häufigen Anwendungen höher. Auch bei einem einmaligen Lifting besteht das Risiko von Narbenbildungen, einer Asymmetrie des Gesichtes oder auch Gesichtsverzerrungen.

Mittlerweile werden Botoxinjektionen, Laserbehandlungen und andere nicht operative Methoden ebenfalls als Lifting bezeichnet, was jedoch nicht korrekt ist.