Bei der Nasenkorrektur unterscheidet man zwischen der Rhinoplastik (Korrektur der äußeren Nase) und der Nasenseptumplastik (Korrektur der inneren Nase). Häufig wird die Nase sowohl innerlich als auch äußerlich gleichzeitig korrigiert, dann spricht man von einer Septo-Rhinoplastik.
Eine Nasenkorrektur wird meist schönheitschirurgisch vorgenommen, um eine angeborene oder durch einen Unfall verursachte Fehlstellung auszugleichen. Aber auch wenn die Nase einfach nicht gefällt; ist zu spitz, zu lang, zu groß, zu klein. Manchmal ist eine Nasenkorrektur auch medizinisch indiziert, wenn zum Beispiel eine ausreichende Atmung nicht mehr gewährleistet ist.
Am häufigsten wird bei der Rhinoplastik überschüssiges Körpermaterial wie Knochen oder Knorpel, die beispielsweise einen Nasenhöcker bilden, entfernt (Nasenreduktionsplastik). Umgekehrt kann aber auch durch Unfall oder Krankheit fehlendes, bzw. zerstörtes Gewebe durch Gewebeverpflanzung ersetzt werden (Nasenaufbauplastik).
Am häufigsten findet bei der Rhinoplastik der endonasale Zugang Verwendung, bei dem die Schnitte innerhalb der Nase liegen und somit später nicht zu sehen sind. Für manche Korrekturen ist ein kleiner zusätzlicher Schnitt unterhalb des Nasenflügels notwendig, welcher eine winzige Narbe hinterlässt. Die Operation kann häufig ambulant, jedoch meist unter Vollnarkose durchgeführt werden. Danach ist das Tragen eines Nasenverbandes für ca. 14 Tage notwendig.
Bei der Nasenseptumplastik wird die Nasenscheidewandbiegung korrigiert. Bei ca. 80% der Bevölkerung weist die Nasenscheidewand eine geringfügige Verkrümmung (Septumdeviation) auf, die meist jedoch keine Symptome hervorruft. Einige Patienten bekommen durch diesen angeborenen oder durch Unfall aufgetretenen Defekt jedoch nicht mehr ausreichend Luft, weswegen dies korrigiert werden muss. Zusätzliche Symptome sind häufiges Nasenbluten sowie Geruchsstörungen.
Bei einer Operation wird vorsichtig vorgegangen, nur selten werden Teile entfernt. In der Regel reicht es aus, die Nasenscheidewand leicht zu begradigen und zu stützen, wozu zwei Splints (Kunststoffplättchen) oder Folien benutzt werden. Diese werden an die Nasenscheidewand genäht, um sie zu schienen und nach 5-7 Tagen entfernt.
Manchmal sind die Veränderungen der inneren und/oder äußeren Nase so gravierend, dass eine Operation alleine nicht ausreicht und es folgen weitere chirurgische Eingriffe. Vor allem bei zerstörten Nasen durch einen Unfall tritt diese Problematik häufiger auf.